Neues und Bewährtes über Parkinson

Was Medien melden...

Weniger Tabletten durch Sport?

NDR Fernsehen, Visite, 13. April 2021

Sport und Bewegung gegen Parkinson

 

 

Norddeutscher Rundfunk NDR: Redezeit

Sport wirkt wie Medikamente

 

+ Selbstkontrolle: digital oder mit Bleistift

+ Türkei: Boxen gegen Parkinson (ARD Fernsehen)

+ Da freut sich die Hand

+ Hilflose Nähe

                           Die Perspektive der Angehörigen     

Rezension, M. M. Profitlich


Hintergedanken zum Projekt

Manche sagen, Parkinson sei ein frontaler Angriff auf die Persönlichkeit. So empfinde ich es auch. Ich könnte nicht sagen, durch die Krankheit sei irgendetwas besser geworden. Manche Erkrankte können das. Von ihnen zu lernen, die Krankheit anzunehmen und zu integrieren, gleichzeitig Abstand zu erarbeiten und versuchen, zu sich zu finden: das beschreibt die Aufgabe für dieses Projekt.

 

Mit dieser Krankheit verlasse ich die gefühlte Gemeinschaft der Normalen. Mich stört mein nachlassender Einfluss auf meine Außenwirkung. Ich bin zu 60% schwerbehindert. Verstehen Sie jetzt, was ich meine? Der Schauspieler Ottfried Fischer hat die Situation der Kranken, die arbeiten können, so auf den Punkt gebracht: Die Leute mögen es, wenn der Kranke seinem Schicksal entgegentritt. Aber die Jobs bleiben aus.

 

Sozialpolitik gehört also auf die Tagesordnung. Denn unsere Zahl wird steigen. Wir sind mit unseren Symptomen, den spontanen Zuckungen, schmerzenden Muskelspannungen, Wirkungen und Nebenwirkungen, so etwas wie Indikatoren für die krank machenden Strukturen unserer Gesellschaftsordnung.

 

Indem ich die Krankheit als Erkrankter zum Thema mache, helfe ich - wenn es gelingt - den Leidensgenossinen und den Gesunden. Ich versuche, ein realistisches Bild zu zeichnen. Denn Realismus brauchen wir vor allem anderen. Und wer könnte diese Realität besser beschreiben als ein Journalist mit PR-Erfahrung, der seine Krankheit reflektiert?

Knapp vorbei ist auch daneben

Geübte Großstädter erkennen Drogenabhängige am Gang. Leicht nach vorn gebeugt hetzen dürre Gestalten mit kurzen Schritten dahin, wo sie sich den Stoff erhoffen. "Hast du den Dealer gesehen?", zischte neulich ein Mann hinter mir, als ich zum Altonaer Bahnhof lief. Als geübter Großstädter meinte er, mich am Gang erkannt zu haben.